Stellenabbau bei LH Technik – Sicherheitsproblem?

In Hamburg ist der Stellenabbau bei der Lufthansa Technik ein großes Thema. Ein Freund, den ich am Samstag traf, hat Flugangst, ein weiter verbreitetes Problem, als man gemeinhin glaubt. Er meinte, er sei bisher Lufthansa geflogen, weil Lufthansa ja hier in Hamburg die Technik habe, da würden gute Leute arbeiten, daher wären Lufthansas Jets sicher.

Aber wie wäre das jetzt? Wenn da Stellen abgebaut würden, dann könnten doch die Mitarbeiter die Flugzeuge nicht mehr so gründlich checken? Im Pflegebereich würden doch auch die Patienten unter dem knappen Personal leiden.

Jetzt sei er sich nicht mehr sicher, ob er noch Lufthansa fliegen könne.

Flugangst ist, wie jede Angst, nicht rational zu erklären. So kommt es zu der (hoffentlich irrationalen) Verknüpfung: „Aus Stellenabbau folgt ein Sicherheitsrisiko“. Genauso wie aus dem besorgten Blick eines Flight-Attendants, der überlegt, ob die Cola noch reicht, der Eindruck entstehen kann, die Maschine fällt gleich vom Himmel.

PR-technisch ist das schon wieder ein Desaster. Eines von Lufthansas letzten Pfründen war die Sicherheit, ein gewachsenes Image. Service, Miles&More und Sitzqualität hat der Vorstand schon dem Sparwahn geopfert. Was bleibt jetzt eigentlich noch vom Markenimage?

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Nicht-Kommunikation: Neuer LH-Standard?

Die Frankfurter Bild schreibt heute, daß die Gesamtbetriebsratvorsitzende gegenüber Mitarbeitern und Kollegen, obwohl sie schon seit einem Monat informiert gewesen sein soll, über massive Stellenstreichungen geschwiegen haben soll. Es geht wohl allein am Standort Frankfurt um 1.500 Mitarbeiter.

Das ähnelt meinem Meilenschwundfall, da wurden die Kunden auch gezielt zu spät unterrichtet. Ist Geheimhaltung die neue Kommunikationsstrategie des Vorstandes?

Wie sieht eigentlich die Zukunft aus, Herr Dr. Franz? Mitarbeiter und Kunden gleichzeitig zu ärgern, erscheint mir dann doch unklug. Wer soll dann noch bei Lufthansa kaufen und arbeiten wollen?