Der Meilencashflow

Was Dr. Franz auf der Hauptversammlung angeblich nicht verraten konnte: Wieviele Meilen wurden im Jahr verdient und ausgegeben. Die Argumentation war dürftig, man wisse nicht, wer wann welche Meile nutze, sie würden nicht getrackt. Aber vielleicht hat er auch einfach meine Frage falsch verstanden?

Was er mir nicht verrät, macht mich besonders neugierig. Daher schätze ich mal wieder.

Lufthansa hat 2011 197.075.000.000 (also 197 Milliarden) Sitzkilometer im Linienverkehr erfolgreich verkauft. Angeboten wurden deutlich mehr, der Sitzladefaktor betrug 77,6%. Übrigens ein Unwort für mich, der Sitzladefaktor.

Damit haben Lufthansa-Passagiere ca. 106.411.000.000 Meilen verflogen. Die verteilten sich auf 99.452.000 Fluggäste im Linienverkehr. Vielleicht auch Indiz, wieviel ein Statuskunde fliegt und warum der besonders wertvoll ist.

Rund 1/3 der Sitzkilometer sind innerhalb Europas verkauft, der Rest ist Langstrecke. Das ist relevant, weil innereuropäisch feste Meilenwerte für Strecken dem Meilenkonto der Kunden gutgeschrieben werden, interkontinental jedoch die Entfernungsmeilen. Je nach Buchungsklasse gab es dabei im letzten Jahr einen Bonus von bis zu 300% oder Malus von 50% für billige Flüge.

Dazu kommt noch ein „Executive Bonus“ für die Statuskunden.

Innereuropäisch sind viele Strecken unter 750 Meilen, so daß die mittlere Economy-Meilengutschrift über der Streckenlänge liegen dürfte, was die Effekte von den wenig angebotenen, ganz billigen Buchungsklassen für meine Schätzung kompensieren müßte. Auch international dürfte die Zahl der Billigstflieger mit 50% der Meilen durch die Business-Passagiere mit 200% und First-Passagiere mit 300% kompensiert werden.

Nicht alle Fluggäste sind Mitglied bei Miles&More, einige sammeln keine Meilen, andere bei anderen Gesellschaften. Wahrscheinlich bleiben so nur ca. 50% der Passagiere pro Flug als Meilensammler übrig.

Bei bestimmten Firmentarifen erhalten die Mitarbeiter auch keine Prämienmeilen, sondern nur Statusmeilen. 40% des Umsatzes im Passage-Bereich entsteht durch Firmenkunden. Die erhalten besonders günstige Tarife, so daß ich annehme, daß etwa 50-60% der Sitzkilometer auf Firmenkunden gehen.

Daher ist es vermutlich plausibel, anzunehmen, daß pro Jahr ca. 20 Milliarden Meilen auf Lufthansa-Konzern-Airlines generiert werden. Das entspricht beim derzeitigen Bilanzwert ca. 160 Millionen €.

Dazu kommen Meilen, die bei Partner-Airlines erflogen werden, über Mietwagenanmietungen usw. generiert werden. 60% der Meilen werden durch Flüge generiert, das hat Dr. Franz auf der Hauptversammlung verraten.

Also gibt es pro Jahr ca. 33 Milliarden Neumeilen.

Die Zahl der bilanzierten Meilen ist 2011 um 3 Milliarden gestiegen, das heißt wiederum, daß die Kunden 30 Milliarden Meilen 2011 in Flüge verwandelt haben müssen. Ein Gegenwert von 240 Millionen €. Das entspricht 1% vom Umsatz.

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Social Media: Hauptsächlich Lob

Einer Studie zufolge werden Social Media Seiten hauptsächlich für Lob genutzt:

Insgesamt werden laut der Studie in Social Networks überwiegend positive Erfahrungen geteilt.

Schaut man in die Studie, sieht man: Gut 20% der Beiträge entstehen, um die schlechten Erfahrungen mit einer Marke kundzutun. Knapp 70% sollen positive Erfahrungen anderen mitteilen.

Werfen wir doch mal aktuell, Stand heute, Donnerstag, 10:00 Uhr, einen Blick auf die Lufthansa-Facebook-Seite und die dortigen Nutzerkommentare, die in den letzten 48 Stunden abgegeben worden sind. Ich zähle bewußt nur die ursprünglichen Posts und keine Antworten darauf mit:

Thema Beiträge Anteil (%)
Flugzeugbilder, Planespotter 6 10%
Lob 6 10%
Kritik 25 43%
Sonstiges 8 14%
technische Fragen 12 21%
Unverständliche Fremdsprache 1 2%

Über 40% der Beiträge sind also kritisch. Mehr als doppelt soviel, als laut der Studie zu erwarten wären. Entsprechend bleibt der Anteil der positiven Kommentare im Vergleich zum Erwartungswert deutlich zurück.

Lässt man noch die Lufthansa-Besonderheiten, nämlich die Planespotter, die an sich nicht markenabhängig sind, weg und nimmt den unverständlichen, fremdsprachlichen Beitrag raus, verschlechtert sich das Bild weiter, dann sind fast 50% der Beiträge kritisch.

Im Ergebnis scheinen Lufthansa Kunden mit der Airline äußerst unzufrieden zu sein. Das deckt sich mit den Rückmeldungen, die ich auf mein Blog hin erhalte.

Jetzt kann man aber der Lufthansa-Fanpage auf Facebook nicht nachsagen, daß sie wegen ihres Namens, anders als meilenschwund.de, ausgerechnet unzufriedene Nutzer anzulockt.

Wie kommt der Lufthansa-Vorstand immer noch dazu zu behaupten, die Kunden wären zufrieden?

Ein einmaliges Lehrstück, von außen beobachten zu können, wie ein ehemals renommiertes Unternehmen durch eigentlich simple Fehlentscheidungen immer mehr an die Wand gefahren wird.

Lufthansa überwiegend negativ wahrgenommen

Manchmal ist es ja wie verhext: Da sitze ich in den Startlöchern mit weiteren Themen und dann kommt plötzlich Rückenwind aus der Presse. Den möchte ich natürlich nutzen. So ging es mir letzte Woche, als ich in zwei Artikeln (Neue Business-Class unbequem?, Carsten Spohr: Neue Business schafft Stammkunden) über die neue Business Class berichtete und am Dienstag Spiegel online eigene Ansichten dazu brachte.

Und heute schon wieder: Gestern erschien in der Wirtschaftswoche online ein kritischer Lufthansa-Artikel, passend zu meinem Tagesbeitrag.

Dort kommentiert Tim Oesterlau, daß der Markenwert der Lufthansa leidet. Das Unternehmen würde aktuell überwiegend negativ wahrgenommen. Als Gründe benennt er einerseits die Meilenentwertung, kippt also Wasser auf meine Managementfehler-Mühle, andererseits aber auch die Verluste im ersten Quartal, die angekündigten Massenentlassungen, die Probleme am neuen Berliner Flughafen und eine Notlandung einer Lufthansa-Maschine in Prag.

Mir fallen noch einige Gründe mehr für eine negative öffentliche Wahrnehmung ein: Der aktuelle Umgang mit den AUA-Mitarbeitern erscheint mir beispielsweise auch nicht fair. Die AUA wurde von Lufthansa übernommen, als sie kurz vor dem Konkurs stand. Lufthansa hat dann mit AUA einen Preiskampf gegen Niki geführt, der so ruinös war, daß Niki deswegen einige Strecken aufgegeben hat.

Dabei weiß jedes Kind: Wer einen Preiskampf führt, nimmt kurzfristig willentlich Verluste in Kauf, um langfristig über eine erreichte (Beinahe-)Monopolstellung Gewinn abschöpfen zu können.

Für den Lufthansa-Vorstand anscheinend völlig überraschend hat die AUA während des Preiskampfes weiter Verluste eingefahren. Um die zu kompensieren und Kosten zu senken, sollen die Mitarbeiter weniger Gehalt bekommen. Und das wird aktuell brutal durchgefochten, koste es, was es wolle.

Aus meiner Sicht: Grob unsportliches Verhalten. Das trägt nicht zu einem positiven Meinungsbild bei.

Dann dieses dauernde Geschimpfe über die bösen arabischen Airlines, der Schrei nach Regierungshilfe.

Es mag ja sein, daß, wie es auf der Hauptversammlung hieß, ein Turn-Around einer A330 in Dubai ein Fünftel des Turn-Around in Frankfurt kostet. Ein Preisvorteil, den Lufthansa auf Dubai-Flügen übrigens auch hat. Sicherlich mag das ein Standortnachteil für Lufthansa in Frankfurt sein, dafür liegt Frankfurt für viele Kunden günstiger – ein Standortvorteil.

Auch hier weiß die informierte Öffentlichkeit, daß Lufthansa Kunden an Emirates durch eigene Fehlentscheidungen verliert. Denn es sind verärgerte Kunden, die abwandern.

Die Kunden sind verärgert, weil Lufthansa sie nur noch als Geldquelle sieht und im Rahmen der Meilenentwertung sogar tüchtig über das Ohr gehauen hat.

Es finden sich viele weitere Kleinigkeiten, die für ein negatives öffentliches Bild der Lufthansa sorgen. Da ist zum Beispiel noch der verkrampfte Spagat zwischen Billigflieger und Premiumanbieter.

Der schlechte Eindruck ist im letzten Jahr zunehmend gewachsen ist. Anstatt die Kritik ernst zu nehmen, blieb man auf dem hohen Roß sitzen. Und behauptete sogar, keine Kundenabwanderung feststellen zu können.

Noch auf der Hauptversammlung hieß es im Brustton der Überzeugung: Unsere Kunden sind zufrieden.

Jetzt kommt langsam die Quittung. Für die dann wohl auch in Deutschland erstmal die Mitarbeiter den Kopf hinhalten müssen. Die, die sich meistens noch Mühe geben, dem Kunden zu helfen.

Gewinn pro Flugmeile und Passagier

Manchmal lohnen sich ungewöhnliche Blickwinkel. Das Lufthansa pro Passagier an einem Flug den Gegenwert eines Cappuccino oder einer Leberkässemmel verdient, wohingegen Swiss sich ein leckeres Mittagessen im Restaurant davon gönnen kann, ist bekannt.

Weil ich ja der „Meilenexperte“ bin, interessiert mich nun: Wieviel operativen Gewinn macht Lufthansa Passage Airlines und die beiden Hauptgewinnbringer zur Zeit, Lufthansa und die Swiss, pro verkaufter „Sitzmeile“, also pro Sitz und Flugmeile?

Lufthansa Passage Airlines Lufthansa Swiss
operativer Gewinn 349.000.000 € 169.000.000 € 259.000.000 €
Sitzkilometer 200.376.000.000 141.038.000.000 31.606.000.000
Sitzmeilen 108.194.000.000 76.154.000.000 17.066.000.000
Gewinn / Sitzmeile 0,0032 € 0,0022 € 0,0152 €

Unter der Annahme, das pro Entfernungsmeile grob eine Bonusmeile gutgeschrieben wird – dabei nehme ich an, daß sich die Effekte aus Billigklassen gegenüber der Business und First kompensieren – stellt Lufthansa fast das Vierfache des Gewinnes pro Sitzmeile für Miles&More-Meilen zurück.

Ich gehe zwar davon aus, daß nicht jeder Passagier für seine Flüge Meilen bekommt, so daß sich das Verhältnis sicherlich deutlich verbessert, aber die Erkenntnis ist:

Miles&More ist ein nicht unbedeutender Kostenfaktor für Lufthansa.

Und warum gönnt sich Lufthansa trotzdem Miles&More? Weil es ein Umsatzbringer ist. Um nicht immer Herrn Eskenazy zu zitieren, auch wenn er treffend im Spiegel 02/2012 meinte, daß die Kunden Lufthansa nur noch wegen Miles&More „die Bude einrennen“ würden, hier ein Bericht aus dem Spiegel 39/2000 „Legale Bestechung“. Der den moral hazzard der loyalen Kunden gut auf den Punkt bringt.

Und schon damals galt: Miles&More generiert Kunden und Umsatz.

Und die Kuh schlachten Sie jetzt durch Meilenentwertung und neue Verschlechterungen, Herr Dr. Franz?

Sie reduzieren ausgerechnet die Meilengutschrift in der Business Class, in der die Kunden etwas mehr als eine Tasse Milchkaffee zum Unternehmensgewinn beisteuern? In denen Sie aber immer noch das inferiore Produkt haben?

Nachvollziehbar ist das nicht.

Neue Business-Class unbequem?

Lufthansa hat die neue Business Class auf der ITB dieses Jahr vorgestellt. Einbauen wird Lufthansa sie in der neuen 747-8i, von der dieses Jahr fünf Maschinen in Dienst gehen sollen, sowie in den drei A330, die dieses Jahr noch ausgeliefert werden sollen. Die Bestandsmaschinen bekommen sie ab Beginn des Winterflugplans nach und nach.

Ich sehe noch die Gestik von Dr. Franz auf der Hauptversammlung vor mir, mit der er unterstrich, daß diese neue Business Class besonders komfortabel sein soll. Immer wieder strich er mit zwei Händen waagerecht durch die Luft, um zu zeigen, daß der Sitz wirklich flach ist.

Meiner Meinung nach war es ja höchste Eisenbahn, endlich einen flachen Sitz nachzurüsten, um überhaupt noch mit dem Wettbewerb Schritt halten zu können.

Doch schon meldet sich bei mir der erste Leser, der das aus seiner Sicht fragliche Glück hatte, auf einem der Testflüge mit der neuen Business Class dabeigewesen zu sein.

Im Zeitraum von Ende August 2010 bis Ende Oktober 2010 hat Lufthansa nämlich in der 1999 in Dienst gestellten 747-400 D-ABVW, getauft „Wolfsburg“, 21 „alte“ Business Class Sitze gegen 12 Prototypen der neuen Lie-Flat-Business getauscht. Die Maschine flog die Strecke Frankfurt – New York als LH400 und LH401.

Die Sitze waren zwischen den beiden Türen eingebaut und mit extra installierten Vorhängen von der restlichen Business Class getrennt worden. Die Flugbegleiter hatten den Auftrag zu verhindern, daß andere Passagiere in dieses „Unterabteil“ kommen und auch, daß die Passagiere die neuen Sitze fotographieren.

Insgesamt war der Test als vertraulich eingestuft, es sollten auch am Boden oder beim Boarden keine Hinweise an die anderen Passagiere erfolgen, daß die neuen Sitze an Bord sind.

Mittlerweile ist die Maschine wieder zurückgerüstet und hat wieder die volle, alte Business-Kapazität.

Die Sitze sollten an ausgewählte Kunden vergeben werden, die dann ein Feedback geben sollten. Der Fokus lag auf der technischen Zuverlässigkeit und dem Sitzkomfort.

Mein Leser war so ein ausgewählter Kunde. Als er angerufen und gefragt wurde, war seine Reaktion für die Testteilnahme so lakonisch, daß klar ist, er ist Lufthansa Stammkunde: „Es kann nicht schlechter sein, als auf der ‚Rutsche'“.

Und sein Fazit war vernichtend:

Der Sitzkomfort war unterirdisch, die Liegefläche war zwar gerade, aber leider uneben und im Kopfbereich gab es harte Übergänge. Nach ein paar Stunden Schlaf hatte ich starke Nackenschmerzen. Die Schale um das Kopfteil war so eng, daß man sich eingesperrt vorkam, sowie für meine Schultern zu eng. Mit knapp 2m Körpergröße bin ich nicht klein und konnte mich leider nicht auf den Rücken legen und mußte mit angewinkelten Beinen schlafen.

Immerhin kann man wohl sehr schön mit seiner Begleitung „fußeln“, blöd nur, wenn das nicht der „significant other“ ist, sondern Kollege, Chef oder Fremder.

Sein Feedback, habe ihm ein Flugbegleiter übrigens auf dem Flug rückgemeldet, wäre so von vielen Kunden gegeben worden.

So richtig vom Kunden scheint das neue Produkt nicht gedacht zu sein, wenn ich mir das anhöre. Das neue Aushängeschild der Lufthansa wiegt zwar weniger als der Sitz vorher, aber „bequem“ stand wohl eher weiter unten im Lastenheft.

Bliebt nur zu hoffen, daß die Erkenntnisse aus dem Test des Prototypen auch umgesetzt worden sind. Nur in Anbetracht der derzeitigen Kundendesorientierung der Lufthansa glaube ich nicht wirklich daran.

Wochenrückblick

Diese Woche habe ich einige Artikel weniger geschrieben als die letzte, schließlich war es auch eine kurze Woche mit Vater- und Fenstertag. Dennoch lohnt sich natürlich der traditionelle Wochenrückblick.

Zunächst gab es zum Verfahren eine wichtige Meldung, nämlich hat Lufthansa eine Fristverlängerung für die Berufung beantragt, die auch genehmigt wurde. Zum 19.06. müssen nun die neuen Anwälte der Lufthansa die Berufung begründen.

Mein bissiger Kommentar zur Vertragstreue und Loyalität, weil Lufthansa die Betreiber des Flughafens Berlin wegen der Verspätung auf Schadenersatz verklagen wollte, den Kunden aber keinen gewährt, führte zu vielen netten Kommentaren und lobenden E-Mails.

Ebenso dieser Artikel: Dr. Franz fördert Emirates

Etwas gemischter waren die Reaktionen auf meine offizielle Ernennung zum Experten für Miles&More durch Dr. Franz – einige Leser meinten, der Kommentar sei eine Unverschämtheit von Dr. Franz.

Wie schlecht die Stimmung der Lufthansa-Kunden und Miles&More-Mitglieder ist, dokumentierten die Spendenangebote, die mich erreichten. So ähnlich, wie neulich das neue Logo für meine Seite mit dem Motto: Bei Lufthansa ist der Lack längst ab.

Offensichtlich braucht der Lufthansa-Vorstand noch etwas Nachhilfe zu Reputation und Kundenbindung. Wie schön, daß ausgerechnet diese Woche dazu eine Studie erschien.

Lufthansa bekam die Woche auch die schon lange geforderte Staatshilfe, indem Emirates zusätzliche Landerechte versagt wurden.

Und dann ging es natürlich nochmal um die Bilanzierung und die Hauptversammlung:

Bilanzierung Upgradevoucher

Die Upgradevoucher würden natürlich bilanziert, man hätte sie nur in den textuellen Erläuterungen nicht erwähnt. Sie stünden mit 14 Millionen € in den sonstigen, kurzfristigen Rückstellungen. Deren Anzahl vergaß Dr. Franz zu beantworten. Das habe ich nochmal höflich nachgefragt, mal sehen, wann die Antwort kommt.

Ich hatte überschlagen, daß Lufthansa pro Jahr etwa 200.000 Voucher vergibt, die damit etwa 5 Milliarden Meilen entsprächen. Denn zwei Voucher entsprechen einem Interkontinentalupgrade, das etwa 50.000 Meilen kostet.

Viele Kunden, die ich kenne, haben diese Voucher gesammelt, ich nehme mal an, daß durchaus mehr als „ein Jahr“ in der Bilanz verpackt sein muß, zumal der Verfall der Voucher erst noch kommt.

Eine Verfallregel einzuführen, wenn die Kunden die Voucher freiwillig einlösen, wäre ja ziemlich unsinnig.

Vermutlich sind daher 400.000 bilanzierte Voucher eher noch zu niedrig geschätzt. Die entsprächen 10 Milliarden Meilen, die somit einen Wert von 0,14 €-Cent hätten. Ein Voucher hätte dann einen Wert von 35 €.

Damit folgt auch ein Schätzwert für den Bilanz-Wert einer Meile für ein Upgrade.