StarAlliance und OneWorld – Fairneß bei Codeshares

Codeshares sind meiner Ansicht nach durchaus geeignet, nicht branchenkundige Kunden zu verwirren: Da wird ein United- oder Thai-Flug mit Lufthansa-Flugnummer angeboten. Wer nur selten fliegt, aber dafür edel, der bucht First Class und möchte dann auch in das First Class Terminal in Frankfurt oder die spezielle Lounge in München. Wird der Flug aber nicht von Lufthansa durchgeführt, gibt es auch diese Lounges nicht.

Außerdem unterscheiden sich Bordprodukt und -service häufig, und das auch in der Economy. Da kann es schon mal sein, daß Getränke oder Speisen etwas kosten. Für mich ist das für Normalkunden kaum zu durchschauen.

Noch viel komplizierter ist das, wenn es um Meilen geht, mein Thema hier: Da kommt es bei Lufthansa nämlich nicht darauf an, unter welcher Marke / Flugnummer der Flug gebucht wurde, sondern wer den Flug ausführt. Das kann dann dazu führen, daß es zum Beispiel keinen „Executive Bonus“ für Statuskunden, keine Statusmeilen oder – wenn auch für weniger Kunden relevant – keine HON Circle Meilen gibt.

OneWorld zeigt sich da viel kundenorientierter und fairer. Zwar gibt es auch hier Codeshares, allerdings zählt immerhin für die Meilenberechnung die Flugnummer. Und damit nicht die ausführende Gesellschaft.

Eine Ausnahme gilt zum Beispiel bei Qantas und British Airways für CodeShares, die unter OneWorld-Flugnummer laufen aber nicht von einer OneWorld-Gesellschaft durchgeführt werden. Da gibt es dann keine Meilen, also zum Beispiel AirBerlin-Flüge auf Etihad-Fliegern.

Insgesamt finde ich die OneWorld-Lösung wesentlich durchschaubarer.

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